Der Ständer aus dem Netz steht zu steil, das Handy passt mit Hülle nicht in die Rinne, der Ladestecker drückt von unten. Vier Maße müssen stimmen — und alle vier misst du an deinem eigenen Handy.
Der Winkel folgt deinem Blick
Die DGUV-Regel für Bildschirmarbeit sagt: Die Blicklinie fällt etwa 35° unter die Waagerechte, und der Bildschirm steht etwa im rechten Winkel dazu. Für ein Handy auf dem Tisch heißt das 55° zur Tischplatte. Steht es weiter hinten auf dem Schreibtisch, fällt dein Blick flacher — dann 65°.
Beim Videoanruf zählt die Kamera, und die schaut senkrecht vom Display weg. Bei 45° zielt sie 45° nach oben, auf dein Gesicht über dem Tisch. Bei 75° zielt sie 15° nach oben — auf deinen Hals. Deshalb flacher zum Telefonieren, steiler zum Lesen.
Der Handyständer lässt 45 bis 80° zu, Standard ist 65°. Dasselbe Prinzip steckt im Fernbedienungs-Halter für den Tisch (10° nach hinten) und im Keil des Laptop-Ständers: über 20° rutschen die Handballen ab.
Die Dicke misst du mit Hülle
Ein iPhone 16 ist 7,80 mm dick, das 16 Pro Max 8,25 mm, ein Galaxy S24 7,6 mm. Kein Handy steht so im Ständer: Die Hülle trägt auf, und zwar an der Unterkante, wo das Handy in der Rinne sitzt. Deshalb misst du dort mit dem Messschieber, Hülle drauf.
Der Konfigurator rechnet 1 mm Spiel dazu — aus 11 mm Handydicke wird eine 12 mm breite Rinne, das Handy gleitet hinein, ohne zu klappern. Die Breite ist unkritischer: Handys sind 70 bis 78 mm breit, der Ständer darf schmaler sein. Unter 40 mm warnt der Konfigurator, dann steht das Handy wackelig.
Lippe, Lehne und Boden tragen das Handy
Das Handy steht in einer Rinne mit einer Lippe vorn; die Lehne trägt den Rücken. Was der Konfigurator daraus baut:
- Lippe 12 mm hoch als Standard, 6 bis 25 mm wählbar — sie hält die Unterkante
- Lehne 65 mm hoch, senkrecht gemessen, im gewählten Winkel
- Wandstärke 4 mm für Lehne, Boden und Lippe
- Druckrichtung liegend auf der Seite, die Schichten laufen längs durch Lehne und Boden — stehend gedruckt bricht die Lehne am Knick (Druckrichtung und Stabilität)
Die Standfläche entscheidet über das Kippen
Ein Handy von 170 bis 227 g drückt die Lehne nach hinten. Je steiler der Ständer, desto kürzer seine Standfläche hinter der Lehne — und desto eher kippt er beim Antippen. Der Konfigurator prüft das: Standfläche mindestens 0,55 × Lehnenhöhe, bei 65 mm Lehne also 36 mm. Sonst meldet er „Neigung flacher wählen“.
Dieselbe Regel hat der Kopfhörer-Halter als Ständer: Fuß mindestens 0,45 × Höhe bei 240 mm Säule. Gegen Rutschen helfen Filzgleiter oder Standfüße aus TPU.
Der Ladeschlitz führt schräg durch den Boden
Der USB-C-Stecker ist nach Norm höchstens 12,35 mm breit und 6,5 mm hoch. Der Schlitz ist 14 mm breit und bis 8 mm hoch, führt schräg durch den Boden, und das Kabel tritt vorn unten aus. So sitzt der Stecker unter dem Handy, ohne es aus der Rinne zu heben.
Ohne Schlitz bleibt die Rinne geschlossen — für den Nachttisch ohne Kabel. Für ein Tablet ist das Modell nicht gebaut (Lehne 65 mm, Breite höchstens 120 mm); ein Tablet mit Hülle steht im Schlitz des Laptop-Ständers, ab 8 mm Dicke.
So misst du dein Handy aus
Steck die Hülle drauf und miss die Dicke an der Unterkante. Trag den Wert ein, das Spiel rechnet der Konfigurator dazu.
Miss den Kunststoff deines Ladesteckers. Passt er in 14 × 8 mm, passt er in den Schlitz.
Wähl die Neigung nach Nutzung: 65° zum Lesen und für Videos, 45 bis 55° für Videoanrufe.
Lass die Breite bei 70 mm, außer der Ständer soll unter das Handy verschwinden — dann bis 40 mm herunter.
Druck liegend auf der Seite, wie in der Vorschau gezeigt, ohne Stützen.
Das Handy steht mit Hülle in der Rinne, der Stecker sitzt, und der Ständer bleibt beim Antippen des Bildschirms stehen.
Diese vier Fehler zeigen sich erst am Tisch
- Dicke ohne Hülle gemessen → Handy passt nur nackt in die Rinne → mit Hülle messen, Werte zwischen 8 und 15 mm sind normal
- 80° gewählt, damit es „aufrecht“ steht → Standfläche zu kurz, kippt beim Antippen nach hinten → 65°, der Konfigurator warnt unter 0,55 × Lehne
- Stehend gedruckt, weil es so in der Vorschau steht → Schichten laufen quer zur Lehne, sie bricht am Knick → liegend auf der Seite
- Ohne Schlitz gedruckt, Kabel trotzdem gesteckt → der Stecker hebt das Handy aus der Rinne → Ausführung „Mit Schlitz“ wählen
Weiterlesen: Wie viel Luft eine Passung braucht, steht in Spiel und Passung, wie aus Maßen ohne CAD eine STL wird, in STL ohne CAD.






